Die Hahnemann-Bibel und der junge Doktor der Medizin Carl Gustav Carus
Dresden, den 21.01.2010
„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.“
So lautet Paragraph 1 der Bibel des homöopathischen Arztes. Geschrieben als das „Organon der Heilkunst“ von Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843).
Der Begründer der Homöopathie war stets auf der Suche, „die Leiden der Menschen dauerhaft zu lindern“. In Meißen bei Dresden geboren, studierte er in Leipzig Medizin. Als homöopathischer Arzt praktizierte er in Dresden, Köthen (bei Leipzig), sogar in Paris. Hahnemann schrieb eine beeindruckende Zahl medizinischer Artikel, ein Apothekerlexikon und das vielbeachtete Werk „Die chronischen Krankheiten“. Er hielt Vorlesungen und gründete 1829 die „Gesellschaft homöopathischer Ärzte“, die auch heute noch deren Standesorganisation ist. 1841 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtstadt Meißen verliehen.
Mit 22 Jahren bereits zwei Doktortitel – hochbegabt als Arzt, Maler und Naturphilosoph
Die Menschen zu einem „gewissen Achten auf sich selbst“ zu erziehen, das hatte sich Carl Gustav Carus (1789-1869) auf die Fahnen geschrieben. „Viele Erkrankungen werden durch falsche Ernährung verursacht“, sagte er. Und begründete Regeln gesunder Ernährung. Damit legte Carus den Grundstein einer gesundheitlichen Prävention, die seit fast zwei Jahrhunderten in der Medizingeschichte Dresdens verankert ist.
Als Mitbegründer der Chirurgisch-Medizinischen Akademie Dresden wurde er sogleich zum Professor berufen. Später stieg er sogar zum Leibarzt des sächsischen Königs Friedrich August II auf.
Carus gilt als einer der philosophischen Vorgänger der Tiefenpsychologie. Seine Anschauung, dass der „im Menschen wirksame Geist“ ebenfalls einen Anteil der Medizin darstelle, machte ihn zu einem Vorreiter der Ganzheitsmedizin.
Das Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden trägt ihm zu Ehren seinen Namen.
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